drei Monate Wald- erstes Resumee

Unser großer ist nun drei Monate im Waldkindergarten. Er hat nun schon einige Gezeiten mitgemacht und sich in der Hitze, der Kälte, im Regen, im Sturm und bei Frost gelernt zurechtzufinden und hat nun hautnah miterlebt, wie der Baum immer mehr sein Blattwerk verliert und lichter und heller wird. Seine Erzieher sind weiterhin dem ersten Eindruck entsprechend sehr achtsam und zugewandt und haben viel Muße und Zeit, sich im die Bedürfnisse des Einzelnen zu kümmern.

In seiner Gruppe sind aktuell 11 Kinder auf 2 Erzieher und eine FSJ. Ein für uns wirklich guter Betreuungsschlüssel, der meinem Sohn sehr zu gute kommt. Er kommt immer mehr an, im Wald, bei den anderen Kindern, im Leben mit der Natur, im fremdbetreut sein. Es fühlt sich auch nicht mehr ganz so fremd an diese Betreuuung, da wir bei vielen verschiedenen Festen die Gelegenheit hatten, sie gut kennen zu lernen.

Er hat Tage, an denen kann er es nicht erwarten das Haus zu verlassen und Tage da möchte er am liebsten zu Hause bleiben. Manchmal gehen wir diesem Wunsch nach, manchmal stellt sich aber auch anschließend heraus, dass ihm die Decke auf den Kopf fällt und ein paar Stunden Wald gut gewesen wären. Es ist ein ständiges Abwägen und Hineinspüren.

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Es kostete mich einige Nerven, Zeit und Geld dieses Kind winterfest zu kleiden, damit er auch wirklich bei jeder Temperatur mehrere Stunden draußen gut spielen kann. Seit er morgens im Wald ist, habe ich mittags ein ausgeglichenes kleines Waldkind zu Hause, dass auch gerne mal nur knetet und bastelt oder Plätzchen backt.

Ich freue mich immer noch an dieser Möglichkeit und finde es den geeigneten Ort für unseren Sohn. Auch hier gilt wieder, dass ich finde, dass man jedes Kind individuell nehmen sollte und man nicht verallgemeinerte Entscheidungen treffen kann. Für uns war es der richtige Weg, für ein anderes Kind ist es vielleicht der falsche Betreuungsort.

In Gesprächen mit den Erziehern merken wir, dass er gesehen wird, dass er in seiner Persönlichkeit wahr- und ernstgenommen wird und das mögliche Konflikte oder Themen, die die Kinder untereinander haben nicht übersehen, sondern bearbeitet werden.

Wir sind also auch nach drei Monaten sehr froh mit dieser Entscheidung und freuen uns mit ihm, dass er in dieser Gruppe nun Anschluss hat und sich wohl fühlt.

 

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